Novembernebel in Innsbruck

 

Nordkette oberhalb Innsbruck im Nebel - © Alfred Rhomberg

 

 

Innsbruck ist vom Nebel verhüllt

unzählige Pappbecher mit Glühwein gefüllt,

Christkindlmarkt …November …Weihnachtslieder in Endlosschleife (was gibt es sonst noch?)

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Es ist schön für den Tourismusverband, dass ich nicht alles exakt ausführen muss, was mir im November an Innsbruck besonders missfällt. Wegen des Nebels brauche ich auch nicht aufzuzählen, was TouristInnen alles sehen könnten, wenn es keinen Nebel gäbe. Hauptsache: ich weiß, dass es all das gibt, was hier nicht aufgezählt wird und deshalb kann ich den TouristInnen nur empfehlen, zu einem anderen Zeitpunkt wiederzukommen – allerdings gibt es dann keinen Glühwein in Pappbechern und keine Christkindlmarktkonsumartikel – leider!

 

malheusement

sfortunamente

unhappily, (oder britischer: I’m so sorry to say that you will not find hot wine punch in summer)

por desgracio no

Боюсь, мнепридетсяотказатьсяотзабронированного, поскольку...(???)

(ich muss meine Reservierung stornieren, weil…(es Nebel gibt!!!)

 

☼ ☼ ☼ (?)

 

Heinrich Isaac (um 1450-1517) war - dies ist durch eine Rechnung am 15. August 1484 belegt, eine Weile am Hof des Sigismund von Tirol und komponierte hier eines der schönsten Renaissancelieder über Innsbruck „Innsbruck ich muss dich lassen…“ (sicherlich nicht im November, sonst wäre das Lied und sein Text nicht so wehmütig, siehe unten)

 

Es gibt unzählige Fassungen dieses Liedes – am besten gefällt mir die Fassung des Vocalensemble Amarcord, weil sie die Vokalmusik der Renaissance so stimmig einfängt. Da diese Fassung auf youtube nicht mehr verfügbar ist, wird eine Fassung der "Singphoniker" vorgeschlagen:

 

https://www.youtube.com/watch?v=hpMIwuUg81E

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Innsbruck ich muß dich lassen
ich far dohin mein strassen
in fremde landt do hin
mein freud ist mir genomen
die ich nit weiß bekummen
wo ich im elend bin.

 

Groß leid muß ich yetz tragen
das ich allein thu klagen
dem liebsten bulen mein,
ach lieb nun laß mich Armen
im hertzen dein erbarmen
das ich muß von dannen sein!

Meyn trost ob allen weyben
dein thu ich ewig pleyben
stet trew der eren frumm
nun muß dich Gott bewaren
in aller thugent sparen
biß das ich wider kumm
!

 

Wie Innsbruck zu dieser Zeit aussah, lässt sich durch einen Stich von Albrecht Dürer etwas nachempfinden.

 

(Version 28.9.2015)

"Innsbruck vom Norden" - Albrecht Dürer
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