Das Himmelsfenster

 

 

Das Himmelsfenster - (c) Alfred Rhomberg

 

 

 

 

Ich liege im Gras und schaue in den blauen Himmel -
außer ein paar Zirruswölkchen schein der Himmel leer zu sein.
Natürlich weiß ich, dass das nicht stimmt – jeder weiß das.
Je länger ich schaue, desto mehr öffnet sich das Fenster,
und zieht meine Blicke fast magisch an –
meine Vorstellungskraft wächst beängstigend,
schon sehe ich durch den Himmel hindurch -
was sich da alles tut!

Gut, dass ich das (fast) nicht weiß –
die Wirklichkeit ist:

dunkel, weit, ewig, kalt, heiß, feindlich und tröstlich zugleich –
ist sie wirklich so unendlich unendlich?

Ich könnte durch das Fenster fliegen - immer weiter fliegen
und überprüfen, was die Gelehrten behaupten,
was hätte ich davon?

 

Ich würde wissen ob sie recht haben,

wenn nicht -  sollte ich umkehren und es ihnen sagen,

was sollte ich da draußen, wenn es ein Ende der Unendlichkeit gäbe?

 

Jedes Ende ist der Tod der Phantasie -

und ob ich das Fenster durch das ich geflogen war dann wiederfände?

Vielleicht bliebe ich verschollen - wie unter der dunklen Fichte? (1)

 

 

(2011)

 

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(1) Unter der dunklen Fichte I

 


 

 

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