Alaska

 

 

Gryzzlybär - (c) Wikipedia, Public Domain

 

 

 

Ich fahre gelegentlich nach Alaska um auszuspannen. Es ist dort längst nicht so kalt, wie man es immer aus Erzählungen hört, vielleicht verwechsele ich Alaska auch mit Afrika. In Alaska leben pro Quadratkilometer 0,25 Einwohner - also ein Vierteleinwohner, in Afrika dagegen findet man – außer in löwenreichen Gebieten, kaum geviertelte Einwohner. Auch sonst gibt es erhebliche Unterschiede zwischen beiden Ländern. Alaska wurde 1867 für 7,2 Millionen Dollar den Russen abgekauft. Das entsprach etwa 0,00004 cents pro Quadratmeter. Um Afrika zu kaufen, müssten die Amerikaner schon etwas tiefer in die Tasche greifen, vor allem ist Afrika – abgesehen von einigen afrikanischen Präsidenten und Politikern, nicht käuflich - allenfalls kriegerisch erwerbbar. Heute würden die Russen Alaska wegen der großen Ölvorkommen vermutlich gerne wieder zurückkaufen, aber das Land gehört seit 1867 völkerrechtlich zu den „nicht mehr erwerbbaren“ Ländern.

 

Anm.: Auch Österreich gehört seit langem zu den nicht mehr erwerbbaren Ländern. Der „Anschluss 1938“ war – so gesehen, ein vermutlich völkerrechtlich unkorrekter Akt. Daraus kann man lernen, dass das Studium des Völkerrechtes mit Unsicherheitsfaktoren behaftet ist und von der Stiftung Warentest als nicht empfehlenswertes Studium eingestuft werden sollte. Auch ein Zitat aus Wikipedia bekräftigt meine Vorurteile gegen das Studium des Völkerrechtes: „Das klassische Völkerrecht wird den Staaten nicht oktroyiert, sondern stellt eine Koordinationsordnung zwischen ihnen dar. Von ihm wurden nur die „zivilisierten“, also die europäischen Staaten, als Völkerrechtssubjekte anerkannt, was den Kolonialismus als legal erscheinen ließ.“ (Zitatende).

 

Österreich galt damals offenbar noch als „zivilisiertes“ Völkerrechtssubjekt.

 

Grundlage des modernen Völkerrechts ist dagegen die Charta der Vereinten Nationen und das darin verankerte allgemeine Gewaltverbot, also auch das Verbot von Angriffskriegen. Da diese Charta jedoch erst 1945 in San Francisco unterzeichnet wurde, konnte Hitler sie natürlich noch nicht kennen – sonst hätte er sich diese bedeutsame Charta vermutlich durchgelesen (insbesondere den Abschnitt “Verschiedenes”, Artikel 102-105) - und den zweiten Weltkrieg trotzdem begonnen. Die Schwäche klassischer und moderner Völkerrechte ist eben, dass sich nicht alle daran halten, was meinen generellen Vorurteilen gegen Völkerrechte (klassische, moderne und möglicherweise postmoderne) weitere Nahrung gibt.

Alaska an dieser Stelle näher zu beschreiben wäre nach dieser Abschweifung wenig sinnvoll, obwohl dieser 49. Bundesstaat der USA unglaublich reizvoll ist - alles ist im Internet nachlesbar und wer diesem Medium nicht traut, muss eben hinfahren und sich mit 0,25 Einwohnern pro Quadratkilometer zufrieden geben.

 

(Version v. 3.4.2013)

 

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